Syrien: Russisches Militär nutzt erstmals ausländische Netze für Geheimgespräche

Die russischen Streitkräfte in Syrien haben nach eigenen Angaben einen neuen Übertragungsweg für Geheiminformationen erprobt. Dabei sollen Kommunikationsnetze fremder Staaten in Anspruch genommen worden sein.

„Im Zuge der militärischen Operation in Syrien ist die geheime Kommunikation erstmals auf neue Weise organisiert worden – unter Nutzung der Netze fremder Staaten“, teilte der russische Vize-Generalstabschef Chalil Arslanow am Freitag mit. Nach seinen Worten telefonierten russische Kommandeure auf diesem Wege mit Vertretern der US-geführten Koalition, und die Soldaten mit ihren Familien.

Vor dem Krieg hatten die syrischen Streitkräfte rund 90 Prozent ihrer Nachrichten entweder über Kabel oder per Bündelfunk übertragen, erläuterte Arslanow. „Durch die Kampfhandlungen wurden viele Kabellinien zerstört“. Nach ihren Niederlagen in Palmyra, Deir ez-Zor und Idlib habe die Regierungsarmee auch die Troposphärenfunk- und Richtfunkmöglichkeiten weitgehend eingebüßt, weshalb man einen neuen Weg habe suchen müssen.

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