Der Kampf gegen das Quecksilber

Quecksilber gehört zu den gefährlichsten Giftstoffen der Welt. Schon ein Gramm Quecksilber genügt, um eine Million Liter Wasser zu vergiften. Deshalb fordern namhafte Wissenschaftler schon lange ein Ende von Verharmlosung und Ignoranz. Patienten sind zu Recht verunsichert, weil Quecksilber in Medizin und Zahnmedizin nach wie vor eingesetzt wird. Am 16. August 2017 ist die lang ersehnte Minamata-Konvention endlich in Kraft getreten. Ob es sich hier um einen Meilenstein im Kampf gegen die Verwendung dieses hochtoxischen Materials handelt, wird sich aber erst in Zukunft zeigen.

Quecksilber – Sondermüll gelangt in den Körper

Noch immer wird Quecksilber recht unkritisch in der Zahnmedizin verwendet. In der EU werden jährlich etwa 70 Tonnen Quecksilber für neue Amalgam-Füllungen verbraucht, die zur Hälfte aus Quecksilber bestehen.

Das Quecksilber kann jedoch aus Amalgam austreten und seinen Weg in den Körper finden. Zum einen können beim Kauen fester Nahrung Amalgambrösel und feiner Abrieb freigesetzt werden. Zum andern können lösliche Quecksilberionen aus Zahnfüllungen in den Speichel gelangen.

Noch belastender sind allerdings Quecksilberdämpfe, die dem Amalgam entweichen können – besonders natürlich beim Ausbohren der Füllungen. Etwa 80 Prozent der entstehenden Quecksilberdämpfe gelangen dann über die Lunge ins Blut.

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