Kanada: Neue Funde bestätigen Legende der Heiltsuk-Indianer

Seit Hunderten – vielleicht sogar Tausenden – von Jahren erzählen die mündlichen Überlieferungen der Heiltsuk, dass ihre Vorfahren vor langer Zeit zum Überleben in eine kanadische Küstenregion geflüchtet sind, die während der Eiszeit wärmer und eisfrei geblieben war. Nun scheinen Wissenschaftler diese vermeintliche Legende mit handfesten Funden bestätigen zu können.

Die Heiltsuk (auch Bella Bella genannt), sind ein Indianerstamm an der nordwestlichen Pazifikküste in British Columbia, Kanada. Sie gliedern sich in die Unterstämme der Bella Bella und Klemtu, wobei die Bella Bella die größere Gruppe bilden und ihre Regierung Heiltsuk Nation heißt. Und seit unzähligen Generationen wissen ihre Stammesgeschichten zu berichten, dass ihre frühen Vorfahren einst gezwungen waren, sich an der Küste Kanadas niederzulassen, um den frostigen Bedingungen während der Eiszeit zu entfliehen.

Nun haben offenbar Ausgrabungen auf Triquet Island, an der kanadischen Zentralküste von British Columbia, diese Behauptung bestätigen können, wie der lokale Nachrichtendienst CBC News berichtet. Archäologen um Dr. Alisha Gauvreau von der University of Victoria und ein Forscherteam vom Hakai Institute hatten dort im Jahr 2016 Ausgrabungen vorgenommen und mehrere Teile einer alten Siedlung entdeckt. Darunter geschnitzte Holzwerkzeuge und Holzkohle, in einer dünnen horizontalen Bodenschicht, einem sogenannten Paläoboden. Die anschließend durchgeführte Kohlenstoffdatierung ergab, dass die Fragmente ein Alter zwischen 13.613 und 14.088 Jahren aufweisen – also Tausende von Jahren älter, als die ägyptischen Pyramiden.

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