Ukraine vor neuem Maidan? Triumph für Saakaschwili – Niederlage für Poroschenko?

Das symbolträchtige Durchbrechen der Grenze durch den ukrainischen Oppositionspolitiker Micheil Saakaschwili mischt die Karten im dortigen Machtkampf neu. Doch die Lage ist bis auf Weiteres unübersichtlich und man will den Westen nicht verärgern.
Man kann nicht sagen, niemand hätte Saakaschwilis Rückkehr in die Ukraine erwartet, selbst wenn diese mit ungültigen Dokumenten vonstatten ging, weil die Behörden ihm seine Staatsbürgerschaft entzogen hatten. Nicht wenige westliche Partner kritisierten das Entzugsverfahren und betrachteten es als illegal. Weder US-amerikanische noch europäische Kollegen des Präsidenten Petro Poroschenko hatten sich jedoch offiziell dazu geäußert.

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Sie bewahrten bewusst eisernes Schweigen, was auf eine zurückhaltende Position schließen ließ. Man weiß ja nicht, wie das tatsächlich ausgeht. Erst als Michail Saakaschwili, nach seiner brillant inszenierten „Rückkehr nach Hause“ in Lwow – der Stadt, die offenbar eine ewige Opposition für Kiew darstellt – einen fröhlichen Empfang bekam, meldete sich der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, Steven Pifer, zu Wort. Damit deutete er jedoch auch eine offizielle Haltung zu den beispiellosen Ereignissen an der ukrainisch-polnischen Grenze an:

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