„Hilfsorganisation“ möchte Onkel von Assad nach 30 Jahren vors Kriegsgericht bringen – Bush und Co. werden nicht erwähnt

Eine Hilfsorganisation für Opfer von Staatsgewalt hat nach eigenen Angaben den Onkel des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Schweiz wegen Kriegsverbrechen in den 1980er-Jahren angezeigt. Rifaat al-Assad, der jüngere Bruder von Assads verstorbenem Vater Hafis, soll damals für Massaker verantwortlich gewesen sein, teilte Trial International am Montag in Genf mit.
Die Klage wurde bereits 2013 eingereicht. Sie wurde erst jetzt bekannt, weil Anwälte von Opfern an die Öffentlichkeit traten. Sie warfen den Schweizer Strafverfolgungsbehörden „Rechtsverweigerung“ vor. Es werde trotz einer drückenden Beweislast nicht richtig ermittelt.

Rifaat al-Assad war einst Verteidigungsminister und Vizepräsident in Syrien. Unter seinem Kommando sollen 1980 in Tadmur und 1982 in Hama bei Attacken auf Gefängnisinsassen und Zivilisten mehr als zehntausend Menschen umgekommen sein. Er überwarf sich vor langer Zeit mit seinem Bruder und lebt seit mehr als 30 Jahren im Exil, unter anderem in Frankreich.

dpa

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