SOTT FOKUS: Die Rohingya-„Krise“: US-Vermächtnis und gegenwärtige Politik in Südost-Asien

Es ist ja so einfach für die westlichen Regierungen, ihre Medien und NGOs, die emotionalen Knöpfe der westlichen Bevölkerung zu drücken. Eine humanitäre Krise kann über Jahre andauern, aber wenn es für westliche Regierungen nichts zu holen gibt (oder wenn sie zum Teil dafür verantwortlich sind), dann thematisieren die westlichen Medien kaum was darüber und die Bevölkerungen westlicher Nationen bleiben im Unklaren. Wenn andererseits westliche Regierungen bestimmen, dass irgendeine bedrängte Gruppe von Menschen der nächste humanitäre cause célèbre bzw. Vorwand im Dienste irgendeiner geopolitischen Intrige werden sollte, wird die westliche Presse aktiviert und plötzlich ist jedermann ‚in Waffen‘ und fühlt sich berufen, ‚etwas zu tun‘, um den armen [setzen Sie den Namen der ethnischen oder religiösen Gruppe an einem bestimmten geopolitischen Brennpunkt ein] zu helfen. Man könnte es als ‚humanitären Imperialismus‘ bezeichnen.

Die gesamte Welt hatte einige Meisterkurse in dieser Art von Manipulation durchlaufen – von Babies in Brutkäsen in Kuwait 1991 über Hilfe für die armen bosnischen und kosovarischen Muslime in Jugoslawien 1999 sowie ’45 Minuten Zerstörung irakischer Massenvernichtungswaffen‘ 2003 bis hin zu der neueren und primitiven Masche zu behaupten, ein bestimmter Führer einer bestimmten Nation sei ein ‚Diktator, der seine eigenen Leute umbringt‘. Trotz der Möglichkeiten, sich darüber zu informieren, wie die Welt wirklich läuft, reagiert die Erdbevölkerung noch immer zuverlässig in der falschen Weise auf den Klang der ‚humanitären‘ Glocke – gleich Pavlows Hunden.

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