Bild Dir Deinen Militärnachwuchs – Kriegswerbung von Bundeswehr und Bild-Zeitung

Geht es um die gezielte Arbeitgeberwerbung zur Gewinnung deutschen Armeenachwuchses, ist offenbar keine Wurst zu teuer. Auf die Internetserie „Die Rekruten“ folgte nun die Fortsetzung „Mali“.

Bereits die Ankündigung der Serie wirkt wie ein hochwertiger Action-Blockbuster und wird mit entsprechender Abenteuerrhetorik auch in der Bild-Zeitung beworben – befreit von jeglicher journalistischer Einordnung des Geschehens.

Im öffentlichen Raum, dem Nahverkehr, in bestimmten Medien und in der virtuellen Welt war die Vorankündigung in den vergangenen Wochen kaum zu übersehen: Es gibt eine neue YouTube-Serie namens Mali und die Werbung dafür scheint allgegenwärtig. Ist es ein Videospiel? Ein Hollywood-Blockbuster? In erster Linie ist es eine kostspielige Marketing-Aktion, mittels derer die Bundeswehr via so genanntem Employer-Branding um Nachwuchs wirbt, wodurch der Arbeitgeber zu einer Marke wird. Neben mehreren Millionen Euro an Steuergeldern erhielt sie dabei Unterstützung von der auflagenstärksten Tageszeitung Deutschlands, der Bild-Zeitung.

Die Bundeswehr ist also in dem westafrikanischen Land Mali aktiv und bietet in der gleichnamigen YouTube-Serie Einblicke in das Leben der Soldaten vor und während ihres Einsatzes. Die Serie wird seit Anfang dieser Woche jeweils von Montag bis Donnerstag über zwei Monate ausgestrahlt. Damit schließt sie an die zuvor gesendete Internetserie „Die Rekruten“ an, welche Soldaten während ihrer Grundausbildung begleitete.

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