Krebsmedikamente: Eindeutige Beweise für Wirkung fehlen

Die Mehrheit der Krebsmedikamente, die zwischen 2009 und 2013 auf den Markt kamen, erhielten ihre Zulassung offenbar ohne eindeutige Beweise dafür, dass sie lebensverlängernd wirken würden. Ja, es existieren nicht einmal Belege dafür, dass sie die Lebensqualität verbessern können – so Forscher im British Medical Journal im Oktober 2017. Möglicherweise wirken die Mittel zwar gegen den Krebs, können aber – aus welchen Gründen auch immer – weder das Leben der Patienten verlängern noch zu deren Lebensqualität beitragen.

Fragwürdige Zulassungsverfahren für Krebsmedikamente

Viele Krebsmedikamente werden auf der Basis von indirekten Messungen (über sog. Surrogatmarker) zugelassen, die jedoch nicht zuverlässig vorhersagen können, ob ein Patient mit diesem Medikament dann auch länger leben wird oder ob es ihm mit dem Mittel besser gehen wird. Auch wenn manche der neuen Krebsmedikamente im Vergleich zu älteren Präparaten einen gewissen Überlebensgewinn böten, so sei dieser nur geringfügig, erklärten die Forscher vom King’s College London und der London School of Economics im Oktober 2017 im British Medical Journal.

Die gegenwärtigen Standards der Zulassungsverfahren und Arzneimittelbestimmungen dürfen daher in Frage gestellt werden – zumindest finden das die Londoner Wissenschaftler. Sie sagen:

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