Saudi-Arabien will eigenes Uran für Nuklearprogramm fördern: „Nur für friedliche Zwecke“

Saudi-Arabien hat bekannt gegeben, künftig Uran als Teil eines eigenen Nuklearenergieprogramms fördern zu wollen. Bis Ende 2018 werde mit dem Bau zweier Reaktoren begonnen. Das Programm soll angeblich „friedlichen Zwecken“ dienen und in die Atomaufsicht eingebunden sein.
Hashim bin Abdullah Yamani, der Leiter der saudischen Regierungsbehörde für nukleare Planung, wies darauf hin, dass die Vorhaben auch aus ökonomischer Sicht relevant seien. Ob diese Pläne auch die Anreicherung und die Weiterverarbeitung von Uran beinhalten, eine Voraussetzung zu dessen militärischer Nutzung, wurde nicht bekannt:

In Bezug auf die Produktion von Uran im Königreich ist dies ein Programm mit einem ersten Schritt in Richtung Autarkie bei der Herstellung von Kernbrennstoffen.

Dem Iran ist es dem 2015 geschlossenen 5+1-Vereinbarung zufolge erlaubt, Uran auf 3,67 Prozent anzureichern – eine notwendige Menge für die kommerzielle Energieversorgung. Im Rahmen des Nuklearabkommens hatte der Iran zugestimmt, sein Nuklearprogramm für 15 Jahre gegen eine Aufhebung der Sanktionen einzustellen. Der Leiter der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), Yukiya Amano, bestätigte, dass der Iran dem Nuklearabkommen bislang entspricht.

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