Zurück ins Rampenlicht: Berlusconi hofft auf Comeback in Italien durch Sizilienwahl

Auf Sizilien finden heute Regionalwahlen statt. Die Wahl ist auch ein Test für Berlusconi. Entschieden wird zwischen dem Mitte-rechts-Lager und Giancarlo Cancelleris „Grillos“ Fünf-Sternen. Die regierende Linke konnte die Probleme hoher Arbeitslosigkeit und Korruption nicht lösen.
„Berlusonne-Rufe“ schallten Berlusconi bei seinem Auftritt in der sizilianischen Hauptstadt Palermo entgegen. Die Sizilianer lieben den als „unsterblich“ geltenden ehemaligen Ministerpräsidenten, den die italienische Presse „Il-Cavaliere“ (Der Ritter) taufte. Die Wahllisten der Forza Italia sind gefüllt mit Menschen, die Probleme mit der Justiz haben. Forza Italia wurde von Berlusconi im Jahr 1993 gegründet. Für Berlusconi stellt dies kein Grund für die Nichtaufstellung dar. Er sagte den Wahlberechtigten, dass sie diese Menschen bei Missfallen einfach nicht wählen sollten, denn genau dies sei Demokratie.

Die Rechte Italiens ist durch Cello Musumeci aus Catania vertreten. Er wird auch als „anständiger Faschist“ bezeichnet. Im Jahr 2001 gewann Berlusconis „Papolo della Libertà“ alle 61 Sitze in Sizilien. Die letzten fünf Jahre wurde Sizilien von der Linken Italiens regiert. Sizilien kämpft gegen hohe Arbeitslosenzahlen, Korruption und auch die Mafia ist noch nicht besiegt. Bei den heutigen Wahlen ist die Linke mit zwei Kandidaten vertreten, sie hat sich aufgespalten und ihr werden wenig Chancen ausgerechnet, die Wahlen zu gewinnen. Von den 1209 registrierten Firmen auf Sizilien sind die meisten in den Bereichen Tourismus und Landwirtschaft tätig. Rund 500.000 Haushalte auf Sizilien gelten als arm. Für mehr als die Hälfte der Einwohner besteht ein Armutsrisiko. Unter den jungen Erwachsenen sind 57 Prozent ohne Arbeit. Die Fünfsterne-Bewegung will die Lage Siziliens durch Tourismus und die Förderung von Kunst und Kultur verbessern.

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