Neue Enthüllung: USA verkauft russisches Erdgas überteuert an EU weiter

Ein US-Energiekonzern, an dem US-Handelsminister Wilbur Ross 35 Prozent der Anteile hält, hat Flüssigerdgas an das belgische Terminal Antwerpen verkauft, das er zuvor in Russland eingekauft hatte. Das meldet die belgische Tageszeitung Le Soir im Rahmen der „Paradise Papers“-Leaks.

Am Sonntag veröffentlichte das Internationale Konsortium für investigative Journalisten (ICIJ), das mutmaßlich in erheblichem Umfang vom umstrittenen Milliardär George Soros finanziert wurde, mehr als 13 Millionen Dokumente von weltweit führenden Offshore-Rechtsanwaltskanzleien. Die Dokumente enthüllten unter anderem, dass die US-amerikanische Navigator Holding vier Frachtschiffe voll Erdgas bei einer russischen Petrochemiefirma mit dem Namen Sibur kaufte.

Den Berichten zufolge wurde das Flüssiggas im russischen Ostseehafen Ust Luga verladen. Die Wirtschaftspresse berichtete auch, dass US-Handelsminister Wilbur Ross 35 Prozent der Anteile an der Navigator Holding hält, die auf den Marshallinseln registriert ist.

Anfang des Jahres erklärte der russische EU-Gesandte Wladimir Tschischow, dass die USA auf dem europäischen Markt russisches Erdgas nicht ersetzen könnten, selbst wenn sie es umsonst verkaufen würden.

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