Gesichtstransplantation: Witwe kann Gesicht ihres verstorbenen Mannes noch einmal berühren

Mit nur 19 Jahren verlor die damals im achten Monat schwangere Lilly Ross ihren Ehemann – er nahm sich kurz vor der Geburt des gemeinsamen Sohnes das Leben. Die werdende Mutter traf damals eine unglaublich tapfere Entscheidung: Sie entschloss sich dazu, nicht nur die Organe, sondern auch das Gesicht ihres Mannes für Transplantationen zu spenden. Eineinhalb Jahre später traf sie nun jenen Mann, der heute das Gesicht ihrer verstorbenen großen Liebe trägt.

Der 21-jährige Calen „Rudy“ Ross erschoss sich 2016 im US-Bundesstaat Minnesota. Nachdem seine Frau sich dazu bereit erklärt hatte, neben den Organen ihres Mannes auch sein Gesicht zu spenden, wurde kurz darauf in der Mayo-Klinik in Rochester Geschichte geschrieben: Ein 60-köpfiges Team transplantierte dem damals 31-jährigen Andy Sandness das Gesicht des Verstorbenen in einer 56 Stunden andauernden Operation.

Sandness nach Kopfschuss völlig entstellt

Sandness teilt ein ähnliches Schicksal mit seinem Spender: Ebenfalls mit 21 Jahren hatte er sich das Leben im Bundestaat Wyoming nehmen wollen. Er schoss sich mit einem Gewehr in den Kopf, überlebte allerdings knapp – und litt seither unter einem völlig entstellten Gesicht. Die erfolgreiche Transplantation schenkte dem heute 32-Jährigen neuen Lebensmut.

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