Schmerzpille Ibuprofen soll höheres Risiko als Morphium sein

Unterschätzte Schmerzmittel

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol ungefährlich seien, weil sie frei verkäuflich sind. Der Palliativmediziner und Schmerzexperte Sven Gottschling betonte:

„Viele Patienten schlucken ASS, Ibuprofen oder Diclofenac so unbekümmert wie Smarties – viel zu oft und viel zu lang. Und keiner denkt an die langfristigen Schäden. Es gibt Leute, die nehmen jahrzehntelang Ibuprofen gegen chronische Gelenkschmerzen. Sie riskieren Magen- und Darmblutungen, Nierenschäden und haben ein hohes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall“, sagte der Facharzt vom Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum des Saarlands gegenüber „Focus Online“.

In seinem neuen Buch Schmerzlos werden: Warum so viele Menschen unnötig leiden und was wirklich hilft zeigt der Mediziner, warum viele Therapien ins Leere laufen und zeigt auf, was besser laufen könnte. Denn allein 4.000 Patienten sterben jährlich durch innere Blutungen infolge von Schmerzmittelgebrauch. Das seien mehr Todesopfer als durch Verkehrsunfälle.

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