Darwin wäre erstaunt: Der Darwinfink – In zwei Generationen neue Vogelart entstanden

Forscher haben eine erstaunliche Evolutionsgeschichte auf den Galapagosinseln dokumentiert: In der Familie der Darwinfinken hat sich gleichsam im Zeitraffer eine neue Art herausgebildet. Durch eine Kreuzung zweier Arten ist Nachwuchs entstanden, bei dem es sich nicht einfach um Mischlinge handelt: Die Vögel pflanzen sich nur untereinander fort und haben spezifische Merkmale – Charakteristika einer eigenen Spezies, sagen die Biologen.

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Die erstaunliche Geschichte beginnt mit einer überraschenden Vogelsichtung im Jahr 1981: Biologen um das Forscherpaar Rosemary und Peter Grant von der Princeton Univerity bemerkten auf der kleinen Insel Daphne Major einen seltsam großen Darwinfink, der ein ungewöhnliches Lied sang. Er gehörte offensichtlich nicht zu den drei Darwinfinkenarten, die auf der Insel heimisch sind. „Er war so anders, dass er nicht aus einem Ei auf Daphne Major geschlüpft sein konnte“, berichtet Peter Grant. Die Forscher vermuteten damals, dass er irgendwie von einer der anderen Galapagosinseln auf das vergleichsweise isolierte Eiland des Archipels gelangt war.

Um mehr zu erfahren, entnahmen die Wissenschaftler diesem Tier eine Blutprobe und ließen den Vogel wieder frei. Anschließend beobachteten sie, dass der Newcomer mit einer ortsansässigen mittelgroßen Finken-Dame der Art Geospiza fortis Nachwuchs gezeugt hatte. Diese Jungtiere sorgten anschließend ihrerseits wieder für Nachkommen. Die Forscher ließen diese neu entstandene »Big Bird-Linie« nun nicht mehr aus den Augen und entnahmen über sechs Generationen hinweg Blutproben zur genetischen Analyse. Mittlerweile gibt es rund 30 Nachkommen. Nun berichten die Biologen über ihre gesammelten Beobachtungsdaten und Analysen.

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