Der C14-Crash: Alle Altersdatierungen sind möglicherweise falsch

Japanische Wissenschaftler konnten jetzt erstmals nachweisen, dass Blitze in der Erdatmosphäre bisher unbekannte Kernreaktionen auslösen können, bei denen unter anderem radioaktive Isotope wie Kohlenstoff-14 (C14) entstehen.

Dadurch könnte die Kohlenstoffdatierung in Frage gestellt werden, die verschiedene Wissenschaftszweige wie Archäologie, Anthropologin oder Paläontologie gerne zur Altersbestimmung nutzen.

Wissenschaftler hatten schon lange den Verdacht, dass Blitze Kernreaktionen der Luftmoleküle und dabei auch Positronen erzeugen können. Schon 1925 trug der schottische Physiker und Meteorologe Charles Wilson seine Theorie vor, dass Gewitter und die begleitenden Blitze Kernreaktionen in der Atmosphäre verursachen könnten.

Tatsächlich konnte man in den darauffolgenden Jahrzehnten auch Neutronen, Gammastrahlung und energiereicher Elektronen nachweisen, doch eindeutige Hinweise auf die dazugehörigen Prozesse fehlten.

Einem japanischen Forscherteam von der Kyoto University und der Universität Tokyo gelang es nun im Rahmen ihres Projekts »Gamma-Ray Observation of Winter Thunderclouds« (GROWTH), den Ablauf der von Blitzen verursachten Kernreaktionen sicher nachzuweisen.

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