Wenn Kinder nur die Objekte der Eltern sind: Kinderfotos werden oft zu schnell und unüberlegt geteilt

Eltern posten Fotos häufig unachtsam, doch Kinder können sich dagegen wehren.
Wenn Eltern Fotos ihres Nachwuchses auf Facebook, WhatsApp oder Instagram verbreiten, dann machen sie dies, weil sie stolz sind und nicht, weil sie ihrem Kind schaden wollen. Doch die Gefahr wird häufig unterschätzt. Die Bilder können in die falschen Hände geraten oder zu Mobbing führen. Kinder haben das Recht am eigenen Bild und können gegen ihre Eltern vorgehen.

Sophie hängen die Spaghetti rund ums Ohr und Lukas grinst fröhlich aus dem Planschbecken: Eltern lieben es, die ersten Momente ihrer Kinder fotografisch festzuhalten. Seit es Facebook gibt, kann man dafür auch noch ordentlich Likes kassieren. Auch wenn die Eltern es selten böse meinen und einfach nur stolz auf ihren Nachwuchs sind, birgt das Posten von Bildern Gefahren.

Fotos werden häufig unüberlegt geteilt. Sind Fotos im Netz frei zugänglich, können diese leicht in falsche Hände geraten. Doch auch wer glaubt, seine Privatsphäreeinstellungen im Griff zu haben, kann seine Kinder in Gefahr bringen. Fotos, die über Facebook, Instagram oder auch WhatsApp verbreitet werden, lassen sich nicht mehr leicht löschen, sind sie einmal im Umlauf. Und so lustig das Foto mit Spaghetti als Ohrenschmuck auch erscheint, was mag das Kind wohl denken, wenn es die Fotos Jahre später im Internet entdeckt? Eltern verletzen zunehmend die Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder. Dies kann später nicht nur zu Belustigung, sondern auch zu Mobbing führen.

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