Cyber-Mobbing: Digitale Gewalt gegen Frauen ist weiterverbreitet und hat schwerwiegende Folgen

Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen oder auch Tag des weißen Bandes genannt. Es ist eine Kampagne, die das Bewusstsein dafür schärft, dass die Gewalt von Männern gegen Frauen verhindert wird. Jede Art von Gewalt gegen Frauen sowie gegen Irgendjemanden ist nicht akzeptabel. Die Kampagne #16Days – 25. November bis zum 10. Dezember – ist eine Gelegenheit, über die Auswirkungen von geschlechtsspezifischer Gewalt auf unser Leben, unsere Arbeit und unsere Gemeinschaften nachzudenken und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu beseitigen.

Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Frauen durch ihre Partner nimmt auch in Deutschland zu

Weltweit erfährt eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens Gewalt. Durchschnittlich wird in Deutschland fast jeden Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Insgesamt sind 2016 rund 109 000 Frauen Opfer partnerschaftlicher Gewalt geworden. Das geht aus einer Sonderauswertung der Kriminalitätsstatistik hervor, die das Bundeskriminalamt anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ für das Bundesfamilienministerium erstellt hat.

Eine neue Form von Gewalt gegen Frauen ist die digitale Gewalt. Sie ist nicht zu unterschätzen

Wenn Menschen die neuen Medien dazu nutzen, gezielt einen anderen Menschen zu beschimpfen, bloßzustellen,
zu erpressen oder zu bedrohen, wird von digitaler Gewalt gesprochen, oder auch von Cyber-Mobbing, Cyber-
Stalking, Cyber-Grooming . Der Begriff schließt eine Reihe von Aktivitäten ein, die auf Herabsetzung, Rufschädigung, soziale Isolation, Nötigung oder Erpressung der Betroffenen abzielen.

Auch wir sind Opfer dieser digitalen Gewalt, und dachte man früher, dass Stalker männlich seien, die Frauen stalken, so mussten wir leider feststellen, dass gerade auch Frauen die sozialen Netzwerke nutzen, um andere Frauen zu stalken oder zu mobben. Es werden sogar eigens Gruppen eingerichtet, um zum Beispiel eine Frau auf das Übelste zu verletzen. Genau das ist auch Gewalt, nämlich psychische Gewalt, wie auch jetzt eine Umfrage von Amnesty International ergab.

Wie soll man als Frau reagieren, wenn man digital bedroht wird oder Hetzkampagnen gegen sich im Netz lesen muss?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gegen digitale Angriffe vorzugehen. Oft handelt es sich um Straftatbestände
wie etwa Beleidigung, Stalking, Identitätsdiebstahl oder Nötigung, gegen die juristisch vorgegangen werden
kann. Dies kann ein wichtiger Schritt sein, um sich zu wehren und sich vor weiteren Angriffen zu schützen, so frauennotruf-kiel.de

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