Rätsel gelöst? Wie konnte Indus-Kultur ohne Wasserquellen bestehen?

Im heutigen Nordwesten Indiens und Pakistans gelegen, lebte vor rund 5.000 Jahren die höchst erfolgreiche Indus-Kultur, die es zu ihrer Blütezeit sogar mit dem alten Ägypten und Mesopotamien aufnehmen konnte. Doch wie sich diese Zivilisation derart hoch entwickeln konnte, obwohl ihre Städte größtenteils fern von lebenswichtigen Wasserquellen angesiedelt waren, ist unseren Archäologen ein Rätsel. Jetzt scheint eine Lösung gefunden worden zu sein.
Während einige der größten Städte wie Harappa oder Mohenjo-Daro tatsächlich an großen Flüssen errichtet wurden, hatten die meisten Indus-Siedlungen überhaupt keinen Zugang zu lebensspendenden, fließendes Wasser. Wie die Indus-Kultur damit zurechtkam, ist schon lange ein kontrovers diskutiertes Thema unter den Wissenschaftlern, doch neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Antwort in den saisonalen Monsunüberschwemmungen der Region liegen könnte.

Diese Überschwemmungen führten mineralreiche Gletschersedimente mit sich und hinterließen fruchtbaren Schlamm und reichlich Grundwasser, um Landwirtschaft betreiben zu können und genügend Nahrung für die Menschen anzubauen. „Wir glauben, dass sich diese Städte und Siedlungen dort entwickelt haben, weil es ein guter Ort für die Landwirtschaft war“,sagt der leitende Studienforscher Sanjeev Gupta vom Imperial College London im Live Science.

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