SOTT FOKUS: Post-Nihilismus: Wohin uns unsere gegenwärtige Lage führt

Einige von Ihnen werden sich vielleicht noch an meinen letzten Artikel erinnern „Post-Imperialismus: Ein Modell für eine neue Gesellschaftsordnung“, in dem ich eine utopische Gesellschaft beschrieben habe. In diesem Artikel wurden Ideen für gemeinschaftliches Leben, Werte und der Suche nach der objektiven Realität diskutiert. Dieser heutige Artikel beinhaltet nahezu das Gegenteil. In diesem Artikel wird der gegenwärtige Zustand unserer Gesellschaft beschrieben und wo dieser Zustand vermutlich enden wird. Genauer gesagt fokussieren wir uns auf die Entstehung und Prädominanz von „organisierten“ Minderheiten. Seien es nun Homosexuelle, Atheisten, Migranten, Heiden, Liebhaber der Modernen Kunst, Vegetarier, Verfechter der LGBT-Gemeinde oder jegliche andere vorstellbare Minderheiten.

Die Liste ist jetzt schon so lang und wird dennoch immer länger, ganz so als hätten wir ein Zeitalter des Wettlaufes nach einer Opferrolle erreicht. Die meisten dieser Minderheiten betrachten sich als „Krieger für soziale Gerechtigkeit“ oder in Kurzform: KfsG. Ich werde versuchen, eine Erklärung zu finden, wie es den KfsG gelungen ist, ihre Ansicht über die Welt der Mehrheit aufzudrängen und woher dieser wütende Bekehrungseifer, den die KfsG zum Ausdruck bringen, stammt.

Bisher wurden viele Begriffe geprägt, um die dystopische Welt, in der wir uns wiederfinden zu beschreiben: materialistisch, atheististisch, individualistisch, rationalistisch, Konsumgesellschaft. Obwohl sie alle vollgültige Beschreibungen sind, behandeln sie jeweils nur eine der Facetten unsere globalen Gesellschaft.

Neuerdings haben einige Denker den Versuch gewagt, eine umfangreichere Beurteilung unserer Gesellschaft mit Begriffen wie nihilistisch, relativistisch und postmodern zu präsentieren. Alle diese drei Begriffe haben etwas gemeinsam: sie behaupten, dass es keine objektive Realität geben kann, keine objektiven Bedeutungen und keine objektiven moralischen Werte.

Wenn man jedoch den vehementen Bekehrungseifer von „agierenden“ Minderheiten beobachtet, scheint es, als würden sie besonders stark davon überzeugt sein und daran glauben, dass sie im Besitz der Wahrheit sind und sehr bereitwillig sind dafür zu kämpfen. Wie ist das in einer nihilistischen/relativistischen/postmodernen Gesellschaft möglich, in der es keine Wahrheit, keine Zukunft und kein Ziel gibt?

Ich werde versuchen, die grundlegenden Ursachen und Ursprünge für die Inbrunst und den Bekehrungseifer, die von solchen „dominierenden“ Minderheiten offenbart werden, zusammen mit den gegenwärtigen Dynamikenzu ergründen und werde dann aufzeigen, dass es weit über den „Nihilismus“ hinaus geht. Deshalb verwende ich den Begriff „nach dem Nihilismus“, um die Gesellschaft zu erklären, die nach dieser Übergangsphase des Nihilismus ensteht.

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