Baukran stürzt in Duisburg um – Unfallursache noch unklar

Auf einer Baustelle in Duisburg ist am Mittwochmorgen ein Autokran umgekippt. Das 90 Tonnen schwere und 40 Meter hohe Baugerüst krachte in die umliegende Nachbarschaft. Der Kranführer erlitt einen Schock, weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Bergung wird eine Herausforderung.

Duisburg – Wie die Stadt mitteilte, passierte der Unfall um 8.08 Uhr. Den Angaben zufolge stürzte auf einer Baustelle an der Düsseldorfer Landstraße Ecke Mündelheimer Straße ein 90 Tonnen schwerer Autokran um. Dabei sei eine Hydraulikleitung am Kran beschädigt worden.

Der Kranfahrer, der sich laut Stadt selbstständig befreien konnte, erlitt einen Schock. Darüber hinaus habe es keine Verletzten gegeben. Das auslaufende Hydrauliköl abgepumpt. Nach Angaben der Stadt waren Feuerwehr und Rettungsdienst mit 22 Kräften im Einsatz. Das Amt für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Düsseldorf ermittelt jetzt, warum der Kran umgekippt ist. Die Polizei sperrte den Straßenabschnitt zwischen Kaiserswerther Straße und Düsseldorfer Landstraße für die ersten Arbeiten der Feuerwehr bis 9.45 Uhr ab. Die Ursache des Unfalls ist momentan noch nicht geklärt.

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„Ich hab’s satt, Menschenfleisch zu essen“: Südafrikas Polizei ermittelt Fälle von Kannibalismus

Die südafrikanische Polizei untersucht Fälle von Kannibalismus, nachdem ein Mann sich der Polizei gestellt und Bein und Hand eines Menschen als Beweis vorgelegt hat. Dabei soll der mutmaßliche Täter erklärt haben: „Ich habe es satt, Menschenfleisch zu essen“.

Danach führte der Täter die Polizei zu einem Haus in der östlichen Provinz KwaZulu-Natal, wo weitere Körperteile gefunden wurden. Es ist noch unklar, ob diese Körperteile nur einem Menschen oder mehreren Personen gehörten. Drei Verdächtige sollen eine Frau ermordet und danach ihren Körper zerstückelt haben, teilte Sprecherin der Polizei Charmaine Struwig mit. Menschliche Überreste wurden an einem Tatort in Estcourt und an einem anderen Tatort in Amangwe gefunden. Vier Männer wurden wegen Mordverdachts festgenommen, einer von ihnen soll als Naturheiler tätig gewesen sein.

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Nach Anschlägen: Tausende Muslime in Barcelona demonstrieren gegen Terror

Etwa 2.500 Muslime haben gegen den Terrorismus demonstriert. Der Protest fand in Barcelona, nahe des Anschlagortes, statt. Bei dem Attentat kamen 14 Menschen ums Leben. Etwa 100 weitere wurden verletzt.

Die muslimischen Gemeinden Barcelonas versammelten sich am Montagabend am Plaza de Catalunya. Ihr Ziel war es, die Terroropfer zu unterstützen und den islamistischen Terror zu verurteilen, berichtete die spanische Tageszeitung El Pais.

Bald strömten Menschen aus allen Stadtvierteln zu dem Kundgebungsort. Bis 19 Uhr hatten sich Polizeiangaben zufolge etwa zweieinhalb Tausend Demonstranten zusammengefunden. Der Plaza de Catalunya liegt sehr nahe an Las Ramblas, wo der tödliche Terroranschlag stattgefunden hatte.

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Zwei Brandanschläge auf Autos einer SPD Politikerin im Ruhrgebiet

Brandanschlag in Herne: Unbekannte haben zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering angezündet. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Der Staatsschutz ermittelt.
In Herne in Nordrhein-Westfalen sind in der Nacht zum Dienstag zwei Autos der SPD-Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering in Flammen aufgegangen. Sowohl das Privatauto der Politikerin als auch ein SPD-Wahlkampfauto, die beide vor ihrem Haus abgestellt waren, brannten.

Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Am Parteiwagen sei eine Scheibe eingeschlagen und womöglich ein Molotow-Cocktail in den Innenraum geworfen worden, es sei ein höherer Schaden entstanden, sagte ein Polizeisprecher. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Michelle Müntefering ist die Ehefrau des früheren SPD-Chefs Franz Müntefering.

Zeugen haben demnach zwei schwarz gekleidete Männer weglaufen sehen. Zumindest einer habe eine Sturmhaube getragen. Suchmaßnahmen der Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber und mit Unterstützung eines Hundeführers blieben zunächst erfolglos. Ermittelt wird demnach in alle Richtungen. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund aber nicht aus.

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22. September 1979: Die rätselhafte Vela-Explosion

Kaum einer spricht noch von dem Ereignis, das sich am 22 September 1979 im Südatlantik zwischen der Bouvetinsel und den Prinz-Edward-Inseln abspielte: Eine mysteriöse Explosion, die bis heute ungeklärt geblieben ist.
Der Name »Vela« bezieht sich auf das »Vela-Projekt« der USA, das zu dem Zweck entwickelte wurde, um die Einhaltung des im Jahre 1963 abgeschlossenen Moskauer Atomteststoppabkommen überwachen zu können. Die Vela-Satelliten bestanden aus einer Reihe von Überwachungssatelliten, die oberirdische Atombombentests anhand der ausgesandten Gammastrahlung vom Weltall aus auf der gesamten Erde messen konnten.

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War 4.700 Jahre alter, ägyptischer Pharao ein Riese?

Das gut erhaltene Skelett eines altägyptischen Pharaos weist deutliche Anzeichen von Gigantismus auf, was ihn zum ersten nachweislichen »Riesen« auszeichnet.

Geschichten über Riesen tauchen seit Jahrtausenden bei allen Kulturen auf der ganzen Welt auf und neue Untersuchungen an einem Skelett, dass man 1901 nahe dem ägyptischen Dorf Bait Challaf entdeckte, haben ergeben, dass es tatsächlich Menschen gab, die für damalige Verhältnisse eine gewaltige Größe erreichten. Man vermutet, dass es sich bei diesen Überresten um den Leichnam eines Pharaos der 3. Dynastie handelt, dessen Horusname Sanacht (auch Hor Sanacht oder Nacht-Sa) lautete und der etwa zwischen 2690 und 2670 v. Chr. in Ägypten regierte.

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Schon seit mindestens 45.000 Jahren beeinflussen Menschen Tropenwälder

Die erste umfassende Studie über die globalen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Tropenwälder zeigt, dass diese Wälder bereits seit mindestens 45.000 Jahren durch menschliche Eingriffe verändert werden. Dieses Ergebnis wirkt der Auffassung entgegen, dass Tropenwälder bis zum Aufkommen der modernen Landwirtschaft und der Industralisierung unberührte Naturgebiete gewesen sind.

Nach den Erkenntnissen der Studie, die am 3. August in Nature Plants veröffentlicht wurde, üben Menschen tatsächlich seit Zehntausenden von Jahren über Techniken, die von der Brandrodung einzelner Waldabschnitte über Pflanzen- und Tiermanagement bis hin zum Kahlschlag reichen, einen dramatischen Einfluss auf diese Waldgesellschaften aus. Während sich frühere Untersuchungen mit dem menschlichen Einfluss auf spezielle Waldregionen und Ökosysteme beschäftigten, liegt jetzt zum ersten Mal eine Studie vor, die Daten aus aller Welt zusammenführt.

Die Studie, die gemeinsam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte, der Liverpool John Moores University, des University College London und der École française d»Extrême-Orient verfasst wurde, beschreibt drei Phasen der menschlichen Einwirkung auf die Tropenwälder, die ungefähr mit den Lebenshaltungsformen Jäger- und Sammlerkultur, kleinformatige Landwirtschaft und großformatige urbane Siedlungen korrespondieren.

Großer Einfluss kleiner Jäger- und Sammlergruppen

Offensichtlich haben bereits vor 45.000 Jahren die ersten modernen Menschen als Gruppen von Jägern und Sammlern, insbesondere in Südostasien, ganze Tropenwaldgebiete brandgerodet. Belege für ähnliche Aktivitäten des kontrollierten Abbrennens gibt es in Australien und Neuguinea. Das Roden von Teilen der Wälder diente dazu, mehr »Waldrand«-Gebiete zu schaffen, um das Vorkommen von Tieren und Pflanzen zu begünstigen, die den Menschen damals als Nahrungsgrundlage dienten.

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Ursprung der Mykener und Minoer durch Genanalysen geklärt

Rätselhafte Pracht: Die Hochkulturen der Minoer und Mykener entstanden scheinbar aus dem Nichts. Jetzt haben Forscher das Geheimnis ihres Ursprungs gelüftet. DNA-Analysen verraten, dass beide Bronzezeit-Kulturen gemeinsame Wurzeln hatten und sich aus der lokalen Bevölkerung entwickelten. Die Mykener jedoch wurden zusätzlich von einwandernden Steppennomaden aus Zentralasien beeinflusst, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

Die Minoer und Mykener gehören zu den frühesten Hochkulturen Europas – und zu den geheimnisvollsten. Etwa ab 2.600 vor Christus errichteten die Minoer auf Kreta ihre ersten Paläste. Scheinbar aus dem Nichts entstanden damals komplexe Siedlungen, die Bewohner schufen kunstvollen Schmuck, prachtvolle Fresken und nutzten eine Schrift (Linear A), die bis heute nicht entziffert werden konnte.

Ursprung und Untergang bis heute rätselhaft

Doch woher kamen die ersten Minoer? Diese Frage blieb lange ungeklärt. Einige Historiker vermuteten, dass vielleicht Einwanderer aus Ägypten oder anderen Hochkulturen des Nahen Ostens den plötzlichen Entwicklungsschub der kretischen Kultur anstießen. 2013 jedoch belegten DNA-Analysen von Toten aus minoischen Gräbern, dass dies nicht der Fall war: Die Minoer waren keine Afrikaner.

Ähnlich rätselhaft sind bis heute die Mykener: Ihre Kultur begann etwa 1700 vor Christus auf dem Peleponnes und dominierte nach dem Niedergang der Minoer die gesamte Ägäis. Auch die Mykener bauten Paläste und schufen eine eigene Schrift – die Linear B. Aus ihr entwickelte sich später das Griechische. Unklar ist jedoch, ob die mykenische Kultur und Schrift auf der minoischen basierte.

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Die Skythen – Auf den Spuren einer rätselhaften Steppenkultur

Für die Griechen waren sie nur ungehobelte Trunkenbolde und grausame Krieger, die auf ihren schnellen Pferden aus der Steppe einfielen. Doch die Skythen waren alles andere als primitive „Barbaren“: Ganz im Gegenteil: Sie schufen feinste Goldkunst, die noch heute für Erstaunen sorgt, lebten in komplexen Gesellschaften und ihre Kultur prägte 500 Jahre lang das gesamte Gebiet der eurasischen Steppe – von der Schwarzmeerküste bis in die Mongolei.

Wer aber waren diese Reiternomaden, die überall in Zentralasien ihre auffälligen Grabhügel und sagenhafte Goldschätze hinterließen? Weil die Skythen keine schriftlichen Überlieferungen hinterlassen haben, sind viele Aspekte ihrer Kultur noch immer kaum bekannt. Unklar ist auch, welche griechischen Beschreibungen dieser „gefährlichen Nachbarn im Osten“ einen wahren Kern haben und wo die antiken Berichte kreativ ausgeschmückt oder sogar frei erfunden sind. Gerade in den letzten zehn Jahren haben Ausgrabungen immer mehr Details über die Welt der Skythen ans Licht gebracht – und für einige neue Erkenntnisse, aber auch Überraschungen gesorgt.

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Neue Forschungsergebnisse – 66 Mio. Jahre v. Chr.: Als es auf der Erde dunkel wurde

Der Einschlag eines gewaltigen Asteroiden am Ende der Kreidezeit rottete nicht nur die Dinosaurier aus, sondern mit ihnen drei Viertel aller Arten auf der Erde. Welche Folgen allein der durch Brände freigesetzte Ruß damals nach sich zog, haben nun Forscher mithilfe von Simulationen ermittelt. Demnach könnte der dichte Rußschleier die Erde damals für zwei Jahre lang in Dunkelheit gehüllt haben – mit fatalen Folgen für Klima und Pflanzenwelt. Doch selbst als das Licht zurückkehrte, wurde es kaum besser. Denn der Ruß bewirkte auch einen drastischen Ozonschwund in der Stratosphäre.

Die Katastrophe ereignete sich vor rund 66 Millionen Jahren: Ein etwa zehn Kilometer großer Asteroid raste auf die Erde zu und schlug in der Gegend der heutigen Halbinsel Yucatan ein. Der Impakt setzte in Bruchteilen von Sekunden gewaltige Energien frei und ließ den Asteroiden, aber auch große Teile des Untergrunds sofort verdampfen. Eine Schock- und Hitzewelle raste um die Erde. Gleichzeitig löste der Einschlag starke Erdbeben, Tsunamis und Waldbrände aus und verstärkte die ohnehin schon heftigen Vulkanausbrüche des Dekkan Trapp-Gebiets im heutigen Indien. „Schon diese unmittelbaren Folgen des Einschlags hätten ausgereicht, um viele der großen Landtiere auszurotten“, erklärt Erstautor Charles Bardeen vom US National Center for Atmospheric Research in Boulder. „Aber die Tiere, die in den Ozeanen lebten, die sich unter der Erde vergraben konnte oder wenigstens zeitweilig untertauchen, hätten diese erste Phase wahrscheinlich überlebt.“

Doch den Überlebenden wurden nun die Spätfolgen des Einschlags zum Verhängnis: Dunkelheit und Kälte. Bereits Anfang dieses Jahres hatten Forscher ermittelt, dass durch den Impakt des Chicxulub-Asteroiden große Mengen schwefelhaltige Schwebstoffe freigesetzt wurden, die sich wie ein Schleier rund um die Erde legten. Allein die abkühlende Wirkung dieser Schwefelaerosole könnte die globalen Temperaturen um mehr als 20 Grad gesenkt haben – die Jahresmitteltemperatur fiel dadurch unter den Gefrierpunkt. Jetzt haben Bardeen und seine Kollegen einen weiteren Akteur dieses Szenarios untersucht: den bei den vielen Bränden freigesetzten Ruß. Untersuchungen in den damals abgelagerten Sedimenten belegen, dass direkt nach dem Einschlag mindestens 15.000 Millionen Tonnen feiner Ruß in die Atmosphäre gelangten – möglicherweise sogar noch viel mehr, wie die Forscher erklären. Welche Folgen dies für das Klima und die Lebenswelt der Erde hatte, haben sie nun in einer Reihe von Modellsimulationen untersucht.

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